Eine eigene Meinung? Eigene Gedanken? Sollte man haben, und gegebenenfalls auch kundtun. Ich habe mir inzwischen angewöhnt, das zu sagen, was mir wichtig ist – und danach zu handeln. Hier z.B. zum Lebensbundprinzip, aber auch zu Kernkompetenzen außerhalb der Fachausbildung. Und wem das nicht gefällt, kann es mir ja sagen. Noch lieber aber würde ich mich mit dir auseinandersetzen – sachlich oder auch emotional, jedoch nicht feindlich.
Sozial Definition (aus Wikipedia) In der Umgangssprache bedeutet „sozial“ den Bezug einer Person auf eine oder mehrere andere Personen; dies schließt die Fähigkeit (zumeist) einer Person, sich für andere zu interessieren und sich einzufühlen mit ein. Aber es bedeutet auch, anderen zu helfen und eigene Interessen zurückzustellen. Zahlreiche Abschattierungen bestehen, so zum Beispiel, gegenüber Untergebenen großmütig oder leutselig zu sein, gegenüber Unterlegenen ritterlich, gegenüber Gleich- und Nichtgleichgestellten hilfsbereit, höflich, taktvoll und verantwortungsbewusst. Unsozial in diesem Sinne handelt, wer das alles als unwichtig empfindet. Asozial (oft mit absprechendem Beiklang) ist, wer mit der gesellschaftlichen Umgebung (fast) unverbunden ist und nur an deren Rand lebt, wer sich also nicht in sie „einfügen“ kann. Somit ergibt sich schon fast von alleine ein Bezug von “sozial” auf das Lebensbundprinzip. Lebensbundprinzip Definition (aus Wikipedia) Lebensbund bezeichnet eine lebenslange Verbindung (Bund fürs Leben) zwischen zwei oder mehr Menschen, die mit einer Zeremonie oder dem Eintritt in eine Organisation beginnt. Der Begriff wird benutzt zur Beschreibung von Lebens- gemeinschaften partnerschaftlicher Beziehungen sowie Angehörigen religiöser oder spiritueller Lebensgemeinschaften oder Mitgliedern von Studentenverbindungen. Das Prinzip des Lebensbundes ist eine vormoderne, korporative Gestaltung sozialer Beziehungen, wie beispielsweise in Korporationen der ständischen Gesellschaft, die freiwilligen Eintritt oder Austritt nicht kennen oder gar verbieten. Moder- ne Institutionen verschaffen dem Prinzip meist ohne juristische Sanktionen durch Gewährung von Vergünstigungen Geltung. Dem Konzept nach kommt das Lebensbundprinzip aber auch in vielen anderen sozialen Verbindungen wie beim Militär vor. Bekannte Beispiele hierfür sind die französische Fremdenlegion und die Marineinfanterie der Vereinig- ten Staaten. In Studentenverbindungen haben neu aufgenommene Studenten zunächst eine Probezeit von ein oder mehreren Semestern zu durchlaufen, während der sie als Fuchs in das Verbindungsleben hineinwachsen sollen. Danach werden sie als Bursche endgültig aufgenommen. Im Rahmen des damit eingegangenen Lebensbundes ist ein Verbindungs- mitglied gehalten, später als Berufstätiger die Unterstützung, die er selbst im Studium erfahren hat, zurückzugeben in Form von Spenden, Einladungen, finanziellen Beiträgen zum Altherrenverein, der Aufwendungen der Studenten- verbindung finanziert, oder durch Beratung und Unterstützung in Fragen individueller beruflicher Weiterentwicklung: der Lebensbund stellt generationsübergreifenden Austausch zwischen Studenten und ehemaligen Studenten her, Eintritt und Austritt erfolgen freiwillig. Die ersten studentischen Zusammenschlüsse, die dieses Prinzip praktizierten, waren die Studentenorden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Als diese sich auflösten und die ersten Verbindungen im heutigen Sinne, die später so genannten Corps, entstanden, übernahmen einige von ihnen besonders im süddeutsch-bayerischen Raum diese Form des Zusammenlebens (siehe dazu auch Lebenscorps und Waffencorps). Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts war das Prinzip des Lebensbundes bei allen Studentenverbindungen üblich. Entstehungsgeschichte Als die neuen Korporationen Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden, waren die Post- und Verkehrsverhältnisse noch katastrophal. Das führte einfach dazu, dass ein Student, der die Universität verließ, auch Kontakt zu dieser und zu seinen Studienfreunden verlor. Dementsprechend trat auch der Corpsstudent damals "aus dem Corps aus" wenn er die Universität verließ. Er nahm Band, Mütze und Schläger mit ins Philistertum, ohne aber weitere Verbindungen zu seinen Korporationen zu haben, also lediglich als Andenken. Hinzu kam wohl auch, dass die mehr oder weniger negative Einstellung der Regierungen damals es durchaus geraten sein ließ, sich später nicht als früherer Corpsstudent zu erkennen zu geben. Als sich dann Mitte des 19. Jahrhunderts sowohl die politischen wie die Verkehrsverhältnisse änderten, begannen zunächst die jetzt die Universitäten verlassenden Studenten die Verbindung zu ihren Korporationen weiter aufrecht- zuerhalten. Gleichzeitig erfolgte auch eine Sammlung der früheren Mitglieder aus den vorgehenden Jahrzehnten. War dieses Band der "Alten Herren" zu ihrer Korporation zunächst noch freiwillig und recht lose, festigten sich diese Beziehungen immer mehr, bis es schließlich seit Ende des 19. Jahrhunderts zum grundsätzlichen Prinzip jeder Korpo- ration wurde, dass die Korporationsangehörigen nach Beendigung des Studiums als Alte Herren der Korporation mit Rechten und Pflichten verbunden blieben. Damit war das Lebensbundprinzip eingeführt, das eine wesentliche Abgren- zung gegenüber anderen studentischen Gemeinschaften darstellte, die dieses Prinzip nicht kennen. Man kann sogar soweit gehen, dass das Lebensbundprinzip als Charakteristikum einer studentischen Korporation gilt. Bedeutung für Studentenverbindungen Ein grundlegendes Prinzip aller Verbindungen, quasi das Prinzip, was eine Verbindung von normalen Vereinen unter- scheidet, ist das Lebensbundprinzip. Dieser Lebensbund ist eine Art Generationenvertrag innerhalb der Verbindung. Es bedeutet, dass die Mitgliedschaft lebenslang ist, man also nicht nur während des Studiums als "Aktiver" Couleur- student Teil der Gemeinschaft ist, sondern es auch danach als "Alter Herr" bleibt. Als solcher gibt man den jungen Studenten das zurück, was man selbst seinerzeit von den Alten Herren empfangen hat: Lebens- und Berufserfahrung, generationen- und fachübergreifende Freundschaften und auch finanzielle Unterstützung. Dabei ist der Lebensbund weniger von rechtlicher, sondern geistiger Natur. So wird bei einer Burschung ein Eid abgelegt, bei welchem man sich verpflichtet, seinem Bund ein Leben lang treu zu bleiben und sich einander stets zu helfen. In der Regel entstehen im Laufe der Aktivenzeit engste freundschaftliche Bindungen der Bundesbrüder untereinander, die auch nach dem Studium weiter existieren und in der Lage sind, gröbste Widrigkeiten zu überstehen. Für viele wird der Wert einer Verbindung erst Jahre nach Studienende klar, denn viele Freundschaften aus Studienzeiten außerhalb von Verbindungen zerbrechen mit der Zeit, da die räumliche Distanz zu groß wird und der gemeinsame Anlaufpunkt "Verbindung" fehlt. Selbst wenn man wegen der Belastung durch Familie und Beruf eine Weile den Kontakt reduzieren muss, fühlt man sich in der freundschaftlichen Atmosphäre seines Bundes stets zu Hause. Verpflichtung zum Lebensbundprinzip Mit dem Burscheneid verpflichtet sich der Bundesbruder zum Lebensbundprinzip auf Lebenszeit. Mit Änderungen des Bürgerlichen Gesetzbuches ist es seit 1900 auch möglich, freiwillig aus der Verbindung auszu- scheiden. Tatsächlich gibt es keine Handhabe, einen Korporierten daran hindern, aus seinem Bund auszutreten, sprich seine Farben nieder zu legen allerdings finden solche Austritte nur sehr selten statt. Die auf die Zeit des Lebens geschwörte Mitgliedschaft in einer Studentenverbindung beruht auf absoluter Freiwilligkeit. Bedeutung für die Landsmannschaft Badenia Gemessen an der Zahl der nach der Reaktivierung 1961 aufgenommenen Bundesbrüder hält sich die Zahl der regel- mäßig am Verbindungsleben teilnehmenden Bundesbrüder in Grenzen. Ein Vergleich mit anderen Corporationen ist schwierig. Es war seinerzeit kein Thema, wie nach der Aktivenzeit mit dem Lebensbundprinzip umgegangen werden soll. Es wurde einfach kein Versuch unternommen, den Begriff zu definieren und mit Leben zu erfüllen hierzu herrschte lange genug kein Bedarf. Das wird weitgehend dem innerhalb von 50 Jahren gesellschaftlichen Wandel geschuldet. Der Umgang mit herge- brachten Umgangs- und Verhaltensformen wird gerne mit dem Muff vergangener Zeiten in Zusammenhang gebracht. Somit gewann die „neue Freiheit“ und der Wunsch nach Unabhängigkeit die Oberhand sehr zum Nachteil langjähriger zuverlässiger Freundschaften. Diese sich breitmachende “Ellenbogenfreiheit” ist eher abgrenzender Egoismus als “Freiheit”. Man kann hier auch von „neuer Armut“ sprechen. Der 68er-Geist sowie das vergrößerte Freizeitangebot taten zusätzlich das Ihrige. Mitte bis Ende der 60er-Jahre nahm der Zulauf zur Badenia stark ab, sodass die Aktiven sich gezwungen sahen, Leute aufzunehmen, die nur selten den wahren Sinn der Verbindung sahen möglicherweise wurde er ihnen auch schlecht vermittelt. Masse statt Klasse. Häufig war deren einziger Sinn „Fiduzit“, „Boden hoch Rest weg“ und “Fidulität”. Genau so schnell waren diese Bbr. nach dem Studium auch wieder in der Versenkung verschwunden und sind zum Teil unauffindbar. Man kann also nicht alles den veränderten Zeiten schulden schon damals sahen sich die damals noch jungen AHs nicht veranlasst, gegenzusteuern. Und so war für viele die Verbindung nichts weiter als ein temporärar Zeitvertreib – mangels anderer Möglichkeiten. Etwas später zogen sich die alten AHs aus den Ämtern zurück und auch Ihre Besuche bei uns reduzierten sich altersbedingt. Gleichzeitig kam bei den jungen AHs wenig Lust auf, diese Ämter zu besetzen, bzw. das Lebens- bundprinzip zu praktizieren. Es wurde ihnen zwar zum Teil vorgelebt, aber nicht vermittelt. Wir realisieren sehr wohl, dass häufig nach dem Studium Beruf und Familie oft weit entfernt vom Studienort vorrangig sind und eine spätere Zuwendung zur Verbindung schwierig wird. Sehr wohl herrschen innerhalb der Bundesbrüder, die allenfalls noch ihren Beitrag zahlen, verschiedene Gruppie- rungen, meist ähnlichen Jahrgangs, mehrheitlich sind dies jedoch Einzelgänger. Es genügt nicht, wenn wir das Lebensbundprinzip nur als Worthülse (lediglich 1x in der Satzung) betrachten. Es ist nach wie vor das grundlegende Prinzip einer jeden studentischen Corporation! Wir müssen ihm bereits in der Aktivitas wieder mehr Bedeutung beimessen und die Aktiven darauf sensibilisieren. Es kann auch nicht sein, dass es als genügend erachtet wird, lediglich den Beitrag zu zahlen damit ist das Lebens- bundprinzip nicht erfüllt. Wir werden erst wieder glaubhaft, wenn sich die Alten Herren unter die jungen Aktiven mischen, denn nur mit gelebter Zusammengehörigkeit werden wir glaubhaft. Es sollte wieder unser Bestreben werden, sich verstärkt um verlorengegangene „Schäfchen“ zu bemühen, sei es, weil sie krank sind, zu weit entfernt sind oder einfach nicht mehr zurückfinden. Natürlich kann man manche Räder nicht zurückdrehen, aber ab heute den Hebel umlegen in ein neues Bewusstsein, das müsste gehen! Damit aus dem auseinandergelaufenen Haufen wieder eine weitgehend zusammengehörige Gemeinschaft wird. Wir müssen zusammengehören, denn nur so gewinnt bei uns das Lebensbundprinzip wieder an Leben! Spähfuxen würden wieder erkennen, was bei uns den Unterschied macht, und dass es sich lohnt, bei uns zu sein. Je besser uns dieses gelingt, umso besser geht es der Badenia! Soziale Kompetenz Vom “Ich” zum “Wir” – Was tun wir schon, was können wir noch tun? Weiterführende Schulen, insbesonders wenn sie Technik vermitteln, lassen bis heute weitere Fähigkeiten außen vor. Hier wird fast ausschliesslich Fachwissen vermittelt. Die Vermittlung weiterer Fähigkeiten, die aus einem Fachmann einen für sich und den Arbeitgeber “erfolgreichen” Mitarbeiter oder gar eine Führungskraft ausmachen, sind offenbar weitgehend der Familie und der Kirche vorbehalten. Wenn wir also fürs Leben und nicht für die Schule lernen sollen, muß mehr getan werden, damit aus dem Studium erfolgreiche Absolventen hervorgehen. Die Grundbegriffe sind hier : Soziale Kompetenz (https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Kompetenz) >> “Soft Skliis” http://www.consens-consult.de/Sozialkompetenz-Weichei-oder- Renditebringer_1_1_1__65_149.html Fachkompetenz (https://de.wikipedia.org/wiki/Fachkompetenz) >> “Hard Skills” Fachwissen wird uns auf der Hochschule vermittelt, und wir werden am Ende ausschliesslich darauf geprüft. Mit “Fachkompetenz” hat das aber sehr wenig zu tun! “Soziale Kompetenz” hingegen ist für die Hochschulen weißes Land ! Häufig wird angenommen, dass “Soziale Kompetenz” bereits von Geburt auf als Grundmentalität vorhanden ist. Doch das ist weit gefehlt. Soziale Kompetenz muß Kindern wie auch Jugendlichen vorgelebt werden. Viele Eltern, Lehrer und Führungskräfte meinen zu wissen, was hiermit gemeint ist, diese sind aber nicht willens oder in der Lage, diesbezüglich einzuwirken geschweige denn zu vermitteln man hat es, oder eben nicht! Es wird als gottgegeben hingenommen, ob jemand “sozial kompetent” ist oder nicht. Somit werden derlei Eigenschaften seitens der Jugend als altmodisch und uncool abgetan, vielmehr werden Egoismus und Ellbogen-Mentalität als erfolgreich in allen Medien propagiert und verherrlicht. Es wäre wichtig und wünschenswert, dass beiden Kompetenzen der gleiche Stellenwert zugedacht wird. Bisher jedoch wird Soziale Kompetenz wie eine Geheimwissenschaft behandelt, aber nicht (mehr) an die Jugend weitergegeben! Nun lässt sich soziale Kompetenz nicht erlernen wie ein Schulfach, man muß sie erfahren und vorleben. Denn die Jugend tut das was sie sieht und hört, sie ahmt nach. Dieselbe Generation, die glaubt, die Jugend hört und sieht nicht, weiß nicht, dass sie das, was sie vermitteln will, erst einmal vorgelebt werden muß, damit es glaubhaft wird! Aber Eltern meinen, dies sei Aufgabe der Kita und der Schule, und umgekehrt. Erziehung aber findet in allererster Linie in der Familie statt oder eben häufig nicht. Und Arbeitgeber nehmen halt, was sie bekommen, und bejammern weiterhin fleißig die Defizite ihrer Mitarbeiter. Dank Internet und Google haben wir es inzwischen leichter, uns mit diesen Defiziten auseinander zu setzen. Diese Begriffe sind nun definiert und man könnte sie diskutieren und vermitteln. Vieles tut die Verbindung schon, ohne es konkret zu benennen (siehe § 5 unserer Satzung). Es wäre einen Versuch wert, herauszufinden, wo wir noch defizitär sind und was wir tun können. Es läge nun also an uns, den Verbindungen, diese Defizite aufzugreifen und zu einer unserer Hauptaufgaben zu machen, diese Kompetenzen zu leben, zu vermitteln bzw. zu ergänzen. Die sicher von außen her gestellten Fragen, “was wir eigentlich so tun” oder “was ist bei euch anders” könnten wir ergänzen, indem wir hervorheben, dass wir ”Soziale Kompetenz” pflegen und leben. Hiermit hätten wir die Chance, aus Studenten nicht nur Fachidioten, sondern lebenstaugliche Mitglieder unserer Gesellschaft zu machen – und uns Altvorderen könnte der Umgang mit diesem Thema auch nichts schaden. Dieses als Denkanstoß!
Weitere Links zu Badenia ...
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Landsmannschaft Badenia-Mittweida zu Ulm http://www.landsmannschaft-badenia.de Lebensbundprinzip, Soziale Kompetenz
Viele haben vieles ein halbes Leben studiert - Aber fürs Leben war da nichts dabei!
Wissen …
erleben !
Leben !
Das Leben ist schön!
Ich möchte hier die Begriffe Lebensbundprinzip und Soziale Kompetenz insbesondere in Bezug auf Studentenverbindungen in einen Zusammenhang bringen. Hierbei sind Begriffs- erklärungen sicher hilfreich:
Wolfgang und Waltraud Zeiler
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